Katastervermessung

Grundstückszerlegungen, Baulandumlegungen, Straßenschlussvermessungen und Grenzfeststellungen sind die Hauptarbeitsgebiete der Katastervermessung (amtliche Vermessung). Diese Arbeiten können nicht von allen Vermessungsbüros sondern nur von Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (ÖBV) im jeweiligen Bundesland (außer in Bayern) ausgeführt werden. Wir können diese Arbeiten für Sie im gesamten Land Baden-Württemberg ausführen.

Katastervermessung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist der Inhaber des Vermessungsbüros, Vermessungsassessor Dipl.-Ing. Eberhard Meßmer, seit 28.01.2005 als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbV) mit Dienstsitz in Schwaikheim für die Durchführung hoheitlicher Vermessungsaufgaben im Liegenschaftskataster zugelassen. Eine Katastervermessung wird auf Antrag durchgeführt.

GRENZWIEDERHERSTELLUNG / GRENZFESTSTELLUNG - FLURSTÜCKSZERLEGUNG - AUFNAHME VON GEBÄUDEN

Bevor ein Flurstück verkauft, gekauft, überschrieben oder neu eingefriedet wird, oder bei einer drohenden Grenzstreitigkeit ist eine Grenzwiederherstellung oder Grenzfeststellung empfehlenswert.

Bei einer Grenzwiederherstellung wird die Flurstücksgrenze bei vorhandener Grenzabmarkung auf Lagerichtigkeit geprüft und fehlende Abmarkung gesetzt. Das Ergebnis einer Grenzwiederherstellung ist:
- ein bekannter und markierter Grenzverlauf
- eine exakt definierte Lage der Grenzpunkte im Landeskoordinatensystem mit Eingang
in die amtliche Punktdatei.
- eine aktuelle Berechnung der Flurstücksfläche mit Berichtigung im
Liegenschaftskataster und Grundbuch.

Die Grenzwiederherstellung wird sowohl als Einzelaufgabe, als auch als Bestandteil einer Flurstückszerlegung durchgeführt. Die daraus resultierende Flächenberechnung ist zuverlässig, d.h. Sie kaufen oder verkaufen die richtige Fläche. Eine spätere Flächenberichtigung ist damit praktisch ausgeschlossen !!

Vorteil für Sie:
- Rechtssichere Grenzen ihres Flurstücks
- Exakte Flächenberechnung (wichtig bei Kauf oder Verkauf)

Wenn ein Flurstück für die Zwecke eines Verkaufs, einer Erbschaft, einer Bebauung oder einer Belastung geteilt werden soll, wird eine Flurstückszerlegung durchgeführt. Der wiederhergestellte alte Grenzbestand bildet die Voraussetzung für die Feststellung der neuen Grenze. Die neue Grenze wird entweder aus einer Planung übernommen oder nach der Örtlichkeit mit dem Flurstückseigentümer festgelegt. Das Ergebnis einer Flurstückszerlegung ist:

- ein bekannter und markierter Grenzverlauf
- eine exakt definierte Lage der Grenzpunkte im Landeskoordinatensystem mit Eingang in die amtliche Punktdatei
- eine Aufstellung des alten und neuen Flurstücks- und Flächenbestandes (Entwurf zur Fortführung des Liegenschaftskatasters).

Nach einem abgeschlossenen Neubau oder Umbau eines Gebäudes ist der Eigentümer durch das Baden-Württembergische Vermessungsgesetz verpflichtet eine Aufnahme von Gebäuden durchführen zu lassen. Der Gebäudebestand ist ein wichtiger Inhaltsbestandteil der Flurkarte und dieser muss auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Jede Errichtung eines neuen, oder Änderung des Umrisses eines bestehenden Gebäudes muss in Form einer Fortführungsvermessung in das Liegenschaftskataster eingetragen werden. Die Gebäudeaufnahme kann auch im Zusammenhang mit den o. g. Vermessungsaufgaben durchgeführt werden. Das Ergebnis einer Gebäudeaufnahme ist:

- eine exakt definierte Lage der Hausecken im Landeskoordinatensystem mit Eingang in die amtliche Punktdatei ggf. aktualisierte Angabe der Nutzungsart des Flurstückes.

Jede Fortführungsvermessung unterliegt einer zweifachen Qualitätskontrolle. Die erste Prüfung der Vermessungsschriften erfolgt intern beim ÖbV vor der Abgabe an das zuständige Vermessungsamt. Die zweite Prüfung wird bei der Prüfungsabteilung des Staatlichen oder Städtischen Vermessungsamtes durchgeführt. Erst nach dieser Qualitätskontrolle sind die Vermessungsunterlagen übernahmefähig und werden in das Liegenschaftskataster übernommen. Nach der Übernahme tritt der neue Zustand ein und ist somit rechtskräftig, sofern das Vermessungsergebnis ins Grundbuch übernommen werden kann. Über die Fortführung des Liegenschaftskatasters wird der Flurstückseigentümer mittels Zusendung des amtlichen Veränderungsnachweises benachrichtigt. Gleichzeitig verschickt das Vermessungsamt Unterlagen zur Fortführung an das Grundbuchamt.

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